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 Preview - Einführung zum Spiel

Age of Conan Einführung

“Als ich ein Kriegsherr war, hörte man die Pauken rufen,
Goldstaub gestreut hat das Volk vor meines Pferdes Hufen;
Ein bedeutender König bin ich geworden, man folgt mir quer durchs Land,
Schüttet Gift in meinen Weinschlauch, und wetzt Dolche in der Hinterhand.”

Quelle: “Im Zeichen des Phoenix” von Robert E. Howard

 

Vielen wird die Figur des “Conan“, vor allem aufgrund der Verfilmungen in den 80ern, sicherlich ein Begriff sein. Ein muskelbepackter Barbar, verkörpert durch “Öktschn“-Star Arnold Schwarzenegger, kämpft sich hierbei recht wortkarg aber schwer bewaffnet durch feindliche Heerscharen von biblischem Ausmaß. Das Conan sich hierbei in einer komplexen, fiktiven Welt mit dem Namen Hyboria bewegt und diese Welt noch viel mehr zu bieten hat, erschließt sich bisher hingegen nur eingefleischten Fans. Conan, Hyboria und damit eben auch Filme wie “Conan der Barbar“ oder “Conan der Zerstörer“ basieren auf verschiedenen Kurzgeschichten, die bereits vor 75 Jahren von Robert E. Howard verfasst wurden. Mit Age of Conan (AoC) steht nun das erste Online-Rollenspiel ins Haus, welches den Spieler in das blutige Hyboria versetzt. Wie das Szenario dabei schon vermuten lässt, werden sich zartbesaitete Naturen eher nicht gut aufgehoben fühlen, ganz im Gegensatz zu Spielern, die schon immer gerne ihre Gegner auf zahlreiche Arten fachmännisch “zerlegen” wollten und für die ein episches Schwert mehr zählt als virtuelle Menschenleben.

Das Spiel

Das Entwicklerstudio FunCom, welches sich die vielversprechenden Rechte an der Welt um den Barbaren Conan sichern konnte, spricht bei AoC gern von einem Online-Rollenspiel der nächsten Generation. Deswegen darf gehofft werden, dass AoC nicht nur technologisch die Grenzen des Machbaren neu definieren wird ( u.a. Showcase für Direct X10 ), sondern auch spielerisch einige Innovationen für uns bereithält.

Der Schwerpunkt liegt ganz klar auf einer stimmigen Umsetzung der Vision Howards. Hyboria ist keine schöne Welt, es ist eine Welt der Gewalt, des Abschaums und der sexuellen Anzüglichkeiten, von Anarchie bestimmt. Jeder ist sich selbst der Nächste. Von einer Zivilisation in unserem Sinne kann keine Rede sein. Sklaverei, Morde, Menschenopfer, Hunger, Folter, Krankheiten und fortwährende Kriege, in denen täglich tausende Menschen eine frühe Bekanntschaft mit dem Tod machen, sind die Regel.

Der Bau von Schwertern aus Kupfer und Eisen wird von einzelnen Eingeweihten gar als Religion zelebriert. Leder- oder Metallrüstungen ermöglichen es, den Trägern den entscheidenden Schlag mehr einzustecken und selbst den tödlichen Treffer zu setzen, der den Feind zur Strecke bringt. Die Menschen kennen kein “normales" Leben, es herrscht ein dunkles Zeitalter. Die einzigen Überlebenden sind Magier, reiche Händler, Stammesführer oder Abenteurer. Die Regeln sind dabei denkbar einfach, es gilt sich möglichst weit oben auf der Nahrungskette zu etablieren - töten oder getötet werden.

Der folgende Artikel soll einen ersten Einblick auf das kommende Spiel gewähren und hoffentlich Lust auf das machen, was wir Ende Mai ( offizieller Release ist der 20. Mai 2008 ) zu erwarten haben.

Die Charaktererstellung und -entwicklung

Unser Held bzw. die optional wählbare Heldin findet sich zu Beginn des Spieles auf einer Sklaven-Galeere wieder. Wie man sich denken kann nicht gut untergebracht in einer Einzelkabine, sondern im kuscheligen Bauch des Schiffes, missbraucht als menschlicher Antrieb (sprich Ruderer). Für weibliche Alter Ego gibt es hier auch schon eine gute Nachricht. Obwohl FunCom im Spiel selbst keine Unterscheidung zwischen männlichen und weiblichen Charakteren machen möchte, bleibt die Damenwelt vom Schicksal ihrerer männlichen Zeitgenossen verschont. Statt dessen zeichnet sie sich für die “Unterhaltung“ an Bord des Schiffes verantwortlich.

Dieses Start-Szenario wird als stimmungsvoller Rahmen für die Charaktererstellung genutzt. Neben der Wahl für eines der zwei uns bekannten Geschlechter erfolgt die sehr umfangreiche Gestaltung der Spielfigur. Hier unterscheidet sich AoC von vielen anderen MMOs. Neben unterschiedlichen Sprach-Samples, aus denen man seine bevorzugte Stimme aussuchen kann, sind so zahlreiche Optionen auswählbar wie man sie sonst nur aus Solo-Spielen kennt (wenn überhaupt).

Die Möglichkeiten gehen hierbei von Standardwerten für Frisuren, Haarfarben und der Größe, bis zu eher ungewöhnlichen Einstellungen wie der Höhe der Stirn, der Breite des Kinns oder gar Tätowierungen. Dutzende Schieberegler gestalten das Erstellen des eigenen Charakters zu einem fast schon selbständigen Mini-Spiel. Dabei werden die Optionen auch noch durch die vorher erfolgte Auswahl eines der drei unterschiedlichen Völker bestimmt. Hierbei ähneln die Aquilonier von ihrem Erscheinungsbild eher den Römern, die Cimmerier lehnen sich an die Kelten an und ägyptische Elemente finden sich im Volk der Stygier wieder. Ist man mit dem gewählten Aussehen zufrieden, muss man sich als nächstes für eine der verfügbaren Klassen entscheiden.

Die Klassenauswahl wird hierbei durch die Wahl eines Volkes eingeschränkt. So wird man nicht in der Lage sein, beliebige Kombinationen zu erstellen, sondern muss ggf. ein bestimmtes Volk wählen, um die gewünschte Klasse spielen zu können. Dabei beeinflusst allerdings diese Wahl nicht unmittelbar die weitere Spielerfahrung, da die Auswahl des Volkes lediglich die Stadt bestimmt, in der man sich nach Tortage wiederfindet und das schon erwähnte Aussehen. Die zur Verfügung stehenden Klassen gliedern sich in 4 bereits bekannte Archetypen, die von FunCom jedoch teilweise unkonventionell umgesetzt werden: Krieger, Magier, Priester und Schurken. Unkonventionell bedeutet, dass man von der klassischen Rollenaufteilung Abstand nehmen möchte und so auch z.B. Priester in die Lage versetzen möchte, Gegner in die Flucht zu schlagen.

Jeder Held in AoC verfügt natürlich über verschiedenste Fähigkeiten, die er auf seinem Weg bis zu Level 80 verfeinern/-bessern kann. Dies erfolgt teilweise automatisch oder aber muss vom Spieler selbst gezielt manipuliert werden. Attribute wie “Stärke“ oder “Intelligenz“ gehören zu den Werten, die automatisch bei Erreichen einer weiteren Stufe erhöht werden. Fähigkeiten wie “Wahrnehmung“, “Klettern“ oder “Verstecken“ können vom Spieler, bis zu einem gewissen Grad, bei jedem Levelanstieg selbst erhöht werden. Dazu kommen noch klassenspezifische Fähigkeiten. Ohne hierbei zu sehr ins Detail gehen zu können, stehen jeder Klasse 3 Talentbäume zur Verfügung, die dem Spieler bei entsprechender Verteilung erworbener Punkte zusätzliche Kombinationen, Kampfstellungen oder sonstige Fähigkeiten eröffnen.

Die Einleitung und Rahmenhandlung

Besonderen Wert legt FunCom auch auf eine möglichst hohe Storydichte. Der Spieler soll sich von der ersten Sekunde an als ein Teil Hyboriens fühlen. Um dieses Ziel zu erreichen wird sogar die Charaktererstellung in die Rahmenhandlung integriert. Ein seichter Handlungsstrang muss in AoC einem komplexen Komplott gegen König Conan selbst weichen. Herauszufinden, welche Rolle der Spieler dabei trägt, liegt an einem selbst, wobei man sich durch eine liebevoll gestaltete Quest-Reihe in die fiktive Welt hineinziehen lassen kann. Eine Besonderheit hierbei ist, dass sich diese Quest-Reihe je nach Archetypen (Klasse) unterscheidet und fast schon eine filmreife Unterhaltung bietet. Wo ein Krieger also einen Wegelagerer erschlagen muss, wird ein Priester dazu aufgefordert, Verwundete zu heilen, die von eben diesem Wegelagerer verletzt wurden. Damit dürfte es sich lohnen nicht nur einen Charakter zu erstellen, um auch die anderen Geschichtsstränge zu erleben. Die vertonten Quest-NPCs und Einblendung von Sequenzen weichen zwar im weiteren Verlauf den schon von anderen Spielen gewohnten Dialogen, FunCom verspricht hier aber für das gesamte Spiel Wert auf eine gewisse Tiefe der Aufgaben zu legen.

Damit der Spieler genügend Zeit findet, die Funktionsweise der Charakterentwicklung zu verstehen, sich an die Welt von Hyborien und das Steuern seines Helden zu gewöhnen, hat FunCom ein Startgebiet entworfen in dem man bis Level 20, ähnlich eines Solo-Spiels, in die Hintergrundgeschichte und Handlungsoptionen eingeführt wird. Erst bei Verlassen des Startgebiets findet man sich im eigentlichen Online-Rollenspiel wieder und hat Zugang zu anderen Städten sowie den zahlreichen Handlungsoptionen.

Je nach Volk findet man sich also ab Level 20 in der jeweiligen Hauptstadt seines Volkes und kann gemeinsam mit anderen Spielern zu weiteren Abenteuern starten. Für diejenigen, die auch im Startgebiet mit ihren Freunden zusammen leveln wollen, gibt es die Möglichkeit jederzeit zwischen Solospiel und MMORPG Modus zu wechseln. Hierzu muss man sich einfach nur in ein Bett legen und erwacht am Tag und umgekehrt. Die Nacht stellt hierbei den Solomodus dar und der Tag den freien Onlinemodus, in dem man auch anderen Spielern begegnet.

Das Kampfsystem

Als MMO der nächsten Generation hat sich AoC auf die Fahne geschrieben das Kampfsystem bisheriger Online-Rollenspiele auf den Kopf zu stellen. Das Auswählen eines Gegners und anschließende Berechnung eines Kampfes nach vorgegebenen, rundenbasierten Routinen soll hierbei nicht zum Einsatz kommen. Vielmehr will man den Spieler die düstere und feindselige Stimmung Hyboriens auch in Auseinandersetzungen spüren lassen. Man soll direkten Einfluss darauf nehmen können, wie sich das eigene Alter Ego verhält und Kämpfe damit natürlicher und realistischer ablaufen lassen.

Um das zu realisieren sind Gegner in verschiedene Trefferzonen eingeteilt. Der Spieler visiert in der Regel keinen einzelnen Gegner an, sondern führt einen Angriff in eine entsprechende Richtung aus. Die Trefferzonen aller Gegner, die sich in dieser Richtung befinden, werden dabei auch tatsächlich getroffen und reagieren entsprechend. Damit ist es beispielsweise einem Krieger möglich, gleich mehrere Gegner mit einem Schwerthieb zu treffen.

Die KI der Gegner ist dabei so ausgelegt, dass wiederkehrende Treffer auf einer bestimmten Seite dazu führen, dass diese Seite für den weiteren Kampfverlauf besser geschützt wird. Der Spieler muss also darauf achten, von welcher Seite er seine Schläge führt und mit welchem Schlag seine Kombinationen aufhören, will er möglichst viel Schaden an seinen Feinden anrichten. Die implementierte Kollisionskontrolle bringt eine weitere Feinheit ins Spiel. So wird man Gegner physisch davon abhalten können ein Gruppenmitglied, welches hinter einem steht, zu treffen. Im Gegenzug muss der Spieler aber auch auf seine Position achten.

Grundsätzlich geht es bei allen Kämpfen sehr blutig zur Sache. Um der Alterseinstufung auch gerecht zu werden ( geplant USK 18 ) besteht so z.B. bei erfolgreichen Treffern die Möglichkeit, eine besondere Animation auszulösen, in der Körperteile abgetrennt werden können oder Gegner mit spektakulären “Finishing-Moves“ gerichtet werden. Hier und da findet auch ein Blutspritzer seinen Weg auf den Bildschirm. Alles in allem fängt das Kampfsystem damit durch grafische Effekte sehr schön die düstere Atmosphäre von Hyborien ein.

An dieser Stelle sollte auch erwähnt werden, dass nicht nur die Grafik Spannung verspricht. Akustisch wird AoC nicht nur im Kampf sondern auch allgemein viel zu bieten haben. Surround-Sound (7.1) und spezielle Effekte wie die realistische Vertonung von Blitzen (räumlich korrekt dargestellt) oder die sich je nach Untergrund ändernden Geräuschkulisse lassen hoffen. Als Besonderheit ist auch die Musik auf 5.1 abgemischt und bietet somit auch der orchestralen Untermalung von Knut Haugen die richtige Bühne.

Ein ähnliches Kampfsystem wird sich natürlich auch für die Fernkämpfer und Zauberer wiederfinden. Damit dürften die Zeiten, in denen das dauerhafte Drücken weniger Tasten ausreichte, um seinen Charakter optimal zu spielen und die eigene Position zum Gegner kaum von Bedeutung war, der Vergangenheit angehören.

Wem außerdem der Kampf zu Boden noch nicht ausreicht wird sein Schwert, den Zauberstab oder auch Bogen bei AoC zusätzlich auf dem Rücken eines Reittiers nutzen können. Dabei wird der Kampf zu Pferd (Nashorn oder Mammut) eine neue Komponente ins Spiel bringen, die wir so noch in keinem Online-Rollenspiel erleben durften. Während dem eigenen Charakter zu Pferd wohl nur eine eingeschränkte Nutzung seiner Angriffs-Kombinationen möglich sein wird, erfolgen diese mit zusätzlicher Wucht und man erhält zusätzlich die Möglichkeit Angriffe durch das Tier selbst auszuführen. Das klingt umso verlockender, als da man seinen Begleiter auch noch entsprechend ausrüsten können und es sogar verschiedene Arten von Pferden geben soll. Dies reicht vom schnellen Ross bis hin zum widerstandsfähigen Hengst.

Damit verspricht AoC das erste MMO zu werden, in dem der berittene Kampf eine strategische Komponente darstellt. Man darf also auf epische Kavallerie-Schlachten hoffen und darauf gespannt sein, wie sich die gesamte Vielfalt der Möglichkeiten besonders in den PvP-Elementen strategisch nutzen lassen.

PvP in AoC

FunCom wird einen Schwerpunkt des Spiels auf PvP legen, soviel ist gewiss. Dabei ist man bemüht mehr als das bekannte “Open-PvP“ zu bieten. Zwei Elemente sind uns bekannt. So wird es für kleinere Gruppen die Möglichkeit geben in Arenen gegeneinander anzutreten. Hier werden verschiedene Schlachtfelder mit unterschiedlichen Siegesbedingungen auswählbar sein. Neben dem bekannten “Capture-the-Flag“-Modus, in dem das Team gewinnt, welches die gegnerische Fahne öfter erobert, ist auch ein “Annihilation“-Modus geplant. Dabei wird es darum gehen, seine Gegenüber möglichst oft in die ewigen Jagdgründe zu befördern.

Das Endspiel im PvP wird mit Sicherheit ein anderes Feature darstellen. So wird es für Gilden möglich sein eigene PvP-Städte, sogenannte “Battlekeeps“ zu besitzen. Hierbei handelt es sich eigentlich um Spielerstädte, die jedoch von anderen Gilden und Spielern angreifbar und damit natürlich einer erhöhten Gefahr ausgesetzt sind. Pro Server ist vorgesehen, dass lediglich 9 solcher Battlekeeps gebaut werden können.

Da man davon ausgehen kann, dass es durchaus mehr Nachfrage an solchen Bauplätzen geben wird als Angebot vorhanden ist, sind spannende Belagerungsschlachten vorprogrammiert. Belagerungsschlacht ist hierbei auch wörtlich zu nehmen. Eine angreifende Gilde beginnt damit, dass sie ein Kriegszelt vor ein feindliches Battlekeep aufstellt. Dieses Zelt hat die Funktion dem Gegner zu signalisieren, dass eine Belagerung bevorsteht.

Damit der Verteidiger eine realistische Chance hat und nicht mitten in der Nacht überrannt wird, kann er einen Zeitslot festlegen zu dem die Schlacht statt finden kann. Sobald das geschehen ist, können sich beide Lager vorbereiten. Es wird die Rekrutierung von Söldnern, d.h. anderen Spielern, die der eigenen Gilde nicht angehören aber auch in epischen Schlachten teilnehmen können und wollen, möglich sein. Es ist damit zu rechnen, dass das Material bei der anschließenden Schlacht durchaus eine wichtige Rolle spielt. So können berittene Soldaten auf Mammuts Mauern einreißen oder selbige durch schwere Belagerungswaffen niedergeschossen werden.

Für das gesamte PvP-Geschehen ist außerdem eine Wertung vorgesehen, die man durch seine Kämpfe beeinflussen kann. Hier ist neben einer Rangliste auch geplant, dem Spieler Belohnungen für erreichte Platzierungen zu bieten. Damit das offene PvP nicht zu einer übermäßigen Belästigungen durch Spieler führt, die schwächere Spieler wiederholt töten oder fortwährend an Leichen “campen“, ist geplant ein Kopfgeldjäger-System einzuführen. So sollen NPCs Spieler, die wiederholt unehrenhaft gehandelt haben, zur Rechenschaft gezogen werden. Man darf gespannt sein, welche Auswirkung dieses Feature auf das Verhalten untereinander haben wird.

PvE in AoC

Bei so vielen PvP-Inhalten stellt sich natürlich die Frage, ob man auch, ohne gegen andere Spieler zu kämpfen, auf seine Kosten kommt. Hierauf ein klares ja. Auch abseits der Schlachtgetümmel zwischen Spielern, finden sich viele Möglichkeiten, die erkundet werden möchten.

Da wäre die Möglichkeit, Gildenstädte aufzubauen. Ab einer Größe von 30 Mitgliedern werden beliebig viele Gilden die Möglichkeit haben, eigene Spielerstädte zu gründen. Ähnlich den beschränkten Bauplätzen für Battlekeeps (hier haben wir von 9 gesprochen), werden 3 Spielerstädte in dafür ausgelegten PvE-Gebieten gebaut werden können. Man kann jetzt einwenden, dass zwischen 3 und “beliebig viele“ noch eine gewisse Unschärfe liegt.

Die Lösung ist ganz einfach. In AoC wird es instanzierte Gebiete geben, d.h. eine Gegend ist mehrmals vorhanden, wobei die verschiedenen Versionen sich überlagern und parallel zueinander existieren. Das Gebiet für die Spielerstädte ist genau so eine Instanz. Kommt man also an den Punkt, an dem man das Gebiet betritt, muss man sich entscheiden welche der Instanzen man aufrufen möchte und gelangt so in die entsprechende Gegend mit der jeweiligen Gildenstadt.

Je nachdem wie viele Ressourcen man investiert und sich leisten kann, sind diese Städte ausbaubar. So kann man sein kleines Domizil recht umfangreich gestalten. Angefangen von der Platzierung möglicher Mauern oder Wehrtürmen, bis hin zum Ausbau einzelner Einrichtungen wie Ställen oder Schmieden bietet sich viel Raum für den Stadtplaner der Zukunft. Die eigene Stadt will dabei allerdings auch verteidigt werden. Parallel zur neugegründeten Stadt werden sich nämlich feindliche NPCs in der Gegend herumtreiben, die den eigenen Siedlungsplänen einen Dämpfer verpassen könnten was dazu führt, dass Prävention gleich einen anderen Stellenwert gewinnt.

Die Möglichkeit selbst Waren und Waffen herzustellen, gehört natürlich ebenfalls in ein aktuelles Online-Rollenspiel. Auch dieser Anforderung wird AoC gerecht. Der Spieler wird für sein Charakter einen Beruf auswählen können. Zur Auswahl stehen hier der Architekt, Alchemist, Waffen- und Rüstungsschmiede, sowie der Edelsteinschleifer. Interessant hört sich besonders die Art an, in der Handwerksfähigkeiten gesteigert werden können. Demnach wird es nicht nötig sein, stundenlang identische Gegenstände herzustellen, um den nächsten Rang zu erreichen. Ein Quest-System, bei dem der nächste Rang als Belohnung für erfüllte Aufgaben verliehen wird, sorgt hier für Abwechslung.

Natürlich steht vor dem Bau der ersten Kunstwerke die Rohstoffbeschaffung auf dem Plan. Eine extra Fähigkeit, um die im Spiel verfügbaren Ressourcen zu sammeln wird man nicht benötigen. Geplant ist, dass vor allem in den Gebieten der Spielerstädte Holz, Erze oder andere Rohstoffe abgebaut werden können. Jeder Rohstoff wird in verschiedenen Qualitätsstufen zu finden sein und wer etwas Glück hat, kann dabei sogar auf außergewöhnliche Qualitäten stoßen. Vereinzelt sind seltene Ressourcen auch in Dungeons oder bei einzelnen Gegnern zu finden. Qualitativ wertvoll sollen auch die baubaren Gegenstände, Rüstungen und Waffen sein. Die Maxime hierbei ist, dass die von Spielern hergestellten Waren einen gewissen Wert im Spiel haben sollen. So können nur Spieler Waffen schmieden, die mit Sockeln versehen sind und dadurch mit Edelsteinen nach den eigenen Wünschen angepasst werden können. Handelsposten werden schließlich auch die Möglichkeit bieten, seine Waren an andere Spieler zu verkaufen.

Neben der Lieferung von Rohstoffen werden die Dungeons natürlich noch einem weiteren Zweck dienen. Raids sind inzwischen nicht mehr aus dem Spielalltag eines MMOs weg zu denken. FunCom wird zu Release von AoC gleich 20 “Raid-Encounter“ anbieten. So werden sich Spieler gemeinsam in verschiedenen Gruppengrößen den Herausforderungen versunkener Tempel, düsterer Höhlen oder mooriger Moore stellen können. Mächtige Gegenstände und Waffen erwarten den Helden, der dieser Aufgabe gewachsen ist. Die Raids sind dabei aufeinander aufgebaut, man wird sich also langsam steigern können und so auch durch die gesammelte Ausrüstung den wachsenden Anforderungen gewachsen sein.

Wie man am Beispiel der Battlekeeps, Gildenstädte oder Raids sieht, dreht sich ein Großteil des Spieles um Gruppenevent. Als Mitglied einer Gilde wird es dem Spieler an vielen Stellen einfacher fallen, Erfolge zu erzielen. Aber auch Solo-Spieler sollen sich in der Welt von Hyborien wohlfühlen. Einzelne Dungeons sind so auch ohne eine Gruppe erreichbar. Die Arenen wird man nicht als Gruppe betreten müssen. Für Quests wird es eine Suchfunktion geben, um kurzfristige Wegbegleiter zu finden und auch die epischen Schlachten werden durch das Söldnersystem für Einzelgänger geöffnet.

Ausblick

Age of Conan Awardliste auf der offiziellen Homepage.

Die Ideen, die Funcom in Age of Conan implementieren möchte, wirken mehr als überzeugend. Neulinge werden behutsam an das Gameplay herangeführt, die ausführliche Charaktererstellung ermöglicht es sich mit dem eigenen Charakter zu identifizieren und das neuartige Kampfsystem erlaubt interaktivere Kämpfe als wir sie bisher in Online-Rollenspielen erleben durften. Hinzu kommen eine fantastische Grafik, eine sensationell düstere Atmosphäre und viele Spielinhalte sowohl für PvP- wie auch PvE-Spieler. Die Entwickler sind dabei bewährte Ideen, aber auch Innovationen in das Spiel einzubringen. Inwiefern diese sich als praxistauglich erweisen werden wir noch sehen. Fakt ist aber, mit Age of Conan könnte uns das MMOG ins Haus stehen, vor dem wir unsere Kinder besser warnen sollten.

Erste Ausblicke auf Inhalte, die nach der Veröffentlichung geplant sind (u.a. Kneipenschlägereien) lassen auf andauernden Spielspaß hoffen und die Tage bis zum Release länger und länger erscheinen. Im Moment können nur Teilnehmer an der geschlossenen Beta, die bereits läuft, einen Einblick in die Welt Hyboriens gewinnen.


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